Auswahl der Swiss Art Gallery · Werk swissart-0061

Gandria, éclat suspendu sur le lac de Lugano

Dardo Gattelli
Referenz swissart-0061
Verfügbar250 CHFÖl · 68 × 45 cm
Swiss Art Gallery

Das Werk im Detail

In dieser Ansicht von Gandria organisiert die Malerei ein sehr sicheres Gleichgewicht zwischen der an den Hang geklebten Architektur und der leuchtenden Stille des Sees. Der klare, fast mineralische Weg wirkt wie eine visuelle Wirbelsäule: Er führt zu den Häusern, dann zum Kirchturm, bevor er sich in der Abfolge von Mauern, Laub und Dächern verliert. Das Ganze betont niemals das Malerische; es bevorzugt die Dichte eines bewohnten Ortes, seine Topographie und die Art und Weise, wie das Licht die Volumen formt. Das Material, präsent und großzügig, verleiht der Landschaft einen taktilen Atem. Die rotbraunen Dächer, die warmen Fassaden und die Vegetationszonen werden durch kleine lebendige Massen behandelt, die die Oberfläche beleben, ohne sie zu zerstreuen. Aus der Ferne verschmelzen diese Akzente zu einem kohärenten Bild; aus der Nähe offenbaren sie eine Arbeit von Teig und Vibration, die das Gefühl von feuchter Luft, diffuser Klarheit und stiller Seelandschaft unterstützt. Der See, eine breite ruhige Fläche links, spielt eine wesentliche Rolle: Er öffnet den Raum, mildert die Komposition und schafft eine fast meditative Tiefe. Das Gemälde zieht auch seine Kraft aus dem Wechselspiel zwischen Stabilität und Auflösung. Die Wände und die gebauten Volumen treten klar hervor, während die Berge im Hintergrund sich in einem bläulichen Nebel auflösen. Diese Schrift des Fernen, sensibel und atmosphärisch, verankert das Werk in einer figurativen Strömung, die mehr auf die Lichtvariationen als auf die beschreibende Präzision achtet. Auf der Rückseite bestätigt die Inschrift „GANDRIA (CH) 1962“ das Thema und das Datum, die vom Galeristen angegeben wurden, und verstärkt die Übereinstimmung zwischen dem Bild und seiner Identifikation. Das Ganze präsentiert sich als eine sensible Evokation des Tessiner Ufers, sowohl intim als auch offen, wo die menschliche Präsenz in der Anordnung der Häuser und in dem Weg, der sie mit dem See verbindet, lesbar ist. Über den Künstler — Dardo Gattelli ist in den konsultierten Quellen wenig dokumentiert, erscheint jedoch in Verkaufsdatenbanken und in Handelsnotizen, die mit Seelandschaften verbunden sind. Die verfügbaren Elemente deuten auf einen Maler hin, der an den Motiven Norditaliens und des Tessins interessiert ist, mit einer Praxis, die sich auf Seeblicke und Dorfansichten konzentriert. (mutualart.com)