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Swiss Art Gallery
Galerie & Sammlung

Betrachtung und Dokumentation

Die Dokumente zu einem Kunstwerk verstehen

Bei der Einordnung eines Kunstwerks unterscheiden wir zwischen sichtbaren Merkmalen, übermittelten Angaben und dem, was Dokumente belegen können.

Die Werkseiten verbinden die Merkmale des Werks mit verfügbaren Fotografien und Referenzen. Jedes Element ist nach seiner Art und seinem Bezug zum angebotenen Exemplar zu lesen.

Fotografien und Signatur

Fotografien ermöglichen einen Blick auf Material, Zustand, Signatur, Beschriftungen und Rückseite. Eine sichtbare Signatur wird als solche beschrieben; ihre Abbildung allein ist kein Echtheitsnachweis.

Dokumentarische Referenzen

Ein Museumseintrag, ein Werkverzeichnis oder ein Archiv kann den Künstler, ein Vorbild oder ein Werk dokumentieren. Es ist zu prüfen, ob die Referenz genau das angebotene Exemplar betrifft. Eine Quelle zu einem Originalgemälde bestätigt nicht automatisch die Echtheit einer Druckgrafik nach dessen Motiv.

Provenienz

Die Provenienz beschreibt die bekannte Geschichte des Werks. Vom Eigentümer übermittelte Informationen bleiben eine angegebene Provenienz, solange sie nicht durch Dokumente gestützt sind. Eine Rechnung, ein Etikett oder ein Brief ist im jeweiligen Zusammenhang zu prüfen und muss sich dem Werk zuordnen lassen.

Attest der Galerie

Ein von Swiss Art Gallery ausgestelltes Attest gibt die Erklärung der Galerie zu dem im Dokument bezeichneten Werk wieder. Verfasser, Datum, Gegenstand und etwaige Vorbehalte gehören zu seiner Aussage. Es unterscheidet sich von einem Zertifikat des Künstlers oder einem Gutachten eines unabhängigen Dritten.

Unabhängige Stellungnahme oder Expertise

Eine fachliche Stellungnahme, ein Zertifikat oder ein Eintrag in einem Werkverzeichnis bezieht sich auf ein bestimmtes Werk und einen identifizierten Aussteller. Umfang, Vorbehalte und Datum der Prüfung sind ebenso wichtig wie die Bezeichnung des Dokuments. Ein solches Dokument wird erwähnt, wenn es tatsächlich verfügbar ist.

Begriffe der Zuschreibung

Bezeichnungen wie «zugeschrieben an», «Werkstatt von», «Umkreis von» oder «nach» gehören zur Identifizierung des Werks. Sie müssen auch bei Gesprächen und beim Teilen der Angaben erhalten bleiben und dürfen nicht durch eine gesicherte Zuschreibung ersetzt werden.

Vor Ihrer Entscheidung

Fragen Sie nach Detailaufnahmen, Angaben zum Zustand und den Begleitdokumenten, die für Ihre Entscheidung hilfreich sind. Bei einem Eigentümerinserat werden Besichtigung, Zahlung und Übergabe mit dem angegebenen Verkäufer vereinbart.