Max Theynet
Geboren am 18. April 1875 in Colombier.
Gestorben am 20. November 1949 in Colomb.
Schweizerisch · Postimpressionismus und eigenständiger Fauvismus · Neuenburger Landschaftsmalerei
Seine Ausbildung umfasste drei Jahre in St. Gallen bei Jean Stauffacher, vier Jahre an einer Zürcher Kunstschule sowie einen sechsjährigen Aufenthalt in Paris, wo er im Atelier von Luc-Olivier Merson arbeitete. Nach seiner Rückkehr richtete er in Colombier dauerhaft sein Atelier ein.
Zu seinen bevorzugten Motiven gehörten die Ufer des Neuenburgersees, Landschaften des Jura und des Wallis, winterliche Ansichten und Blumenstillleben. Daneben schuf er Aquarelle und bemalte Fayencen. Historische Ausstellungskataloge belegen seine Teilnahme an den Schweizer Turnusausstellungen seit 1904, an einer Ausstellung im Budapester Nemzeti Szalon 1910, im Musée des beaux-arts du Locle 1913 und im Kunsthaus Zürich 1924.
Sein reifes Werk zeichnet sich durch einen kraftvollen Farbauftrag, den Einsatz des Spachtels, eine ausgeprägte Oberflächenwirkung und eine leuchtende Palette aus. Es weist Bezüge zum Postimpressionismus und Fauvismus auf, bewahrt jedoch eine eigenständige Bildsprache. In Colombier vermittelte Theynet auch Walter Mafli maltechnische Kenntnisse; Mafli betrachtete ihn als einen seiner Lehrer.
2018 gelangten sieben Gemälde durch ein Vermächtnis in die Sammlung des Musée des beaux-arts de La Chaux-de-Fonds. Das Katalogwerk „Bateaux sur le lac“ entspricht thematisch Theynets häufigen Seelandschaften; die Eigenhändigkeit sollte jedoch noch anhand der Signatur und der Rückseite geprüft werden.
Die von Swiss Art Gallery präsentierten Werke von Max Theynet führen diesen künstlerischen Weg fort und fügen sich schlüssig in diesen Werkkorpus ein.
