Marc Camille Chaimowicz
Geboren am 25. Januar 1946 in Courbevoie (Frankreich).
Gestorben am 23. Mai 2024 in Londres (Vereinigtes Königreich).
Britisch, in Frankreich geboren · Konzeptkunst und Installation · interdisziplinäre Praxis zwischen bildender Kunst, Design, dekorativer Kunst und queerer Ästhetik.
Seit den 1970er Jahren entwickelte Marc Camille Chaimowicz in London eine eigenständige Bild- und Raumkunst, in der die Installation zu einem Ort von Erfahrung, Erinnerung und Gastlichkeit wird. Nach seiner Ausbildung in England und dem Studium im Malereiprogramm der Slade School of Fine Art nach 1968 führte ihn seine Arbeit rasch über die herkömmlichen Grenzen des Tafelbildes hinaus.
Seine Praxis verbindet Malerei, Zeichnung, Collage, Druckgrafik, Film, Textil, Keramik, Tapete, Möbel und Licht. Statt freie und angewandte Kunst voneinander zu trennen, verstand Chaimowicz das Interieur als bewegliche Komposition, in der Gegenstände, Farben, dekorative Muster und literarische Bezüge einen zugleich sinnlichen und erzählerischen Raum bilden.
Werkgruppen wie Celebration? Realife Revisited und seine häuslichen Environments prägen eine Ästhetik der Intimität, die Übergänge zwischen privater und öffentlicher Sphäre sowie zwischen französischer Kultur und britischem Umfeld auslotet. Die von Emma Bovary angeregten Collagen Dear Zoë führen diese Reflexion durch Bildfragmente, Begehren und Lektüren fort.
Einzelausstellungen in der Serpentine in London, im Jewish Museum in New York, in der Kunsthalle Bern und im WIELS in Brüssel bekräftigten die internationale Bedeutung eines Werks, das konzeptuelle Präzision mit Dekor und Alltag verbindet. Die von Swiss Art Gallery vorgestellten Druckgrafiken gehören zu diesem Korpus.
Die von Swiss Art Gallery präsentierten Werke von Marc Camille Chaimowicz führen diesen künstlerischen Weg fort und fügen sich schlüssig in diesen Werkkorpus ein.

