Émile François Chambon
Geboren 1905 in Genf (Schweiz).
Gestorben 1993 in Collonge-Bellerive (Schweiz).
Schweizer · Unabhängige Figuration · poetischer und traumhafter Realismus

Émile François Chambon wurde am 10. Oktober 1993 in Collonge-Bellerive; die Quellen führen ihn als Maler, Grafiker und Zeichner. Er war der Sohn von Émile-Joseph Chambon und Joséphine, geborene Coppier, und hatte eine Schwester, Julia Mathilde Chambon, die ihn sein Leben lang unterstützte.
Im Herbst 1921 trat er in die Genfer Kunstschule ein; im selben Jahr erhielt er ein erstes eidgenössisches Stipendium, das ihm einen Aufenthalt in Paris ermöglichte. Ein zweites Studienstipendium von 1928 führte zu einem weiteren, rund zehnwöchigen Aufenthalt in Paris, während dessen er zahlreiche Kopien im Louvre anfertigte. Zwischen 1925 und 1928 arbeitete er bei dem Maler Jean-Louis Gampert und unterstützte ihn sowohl im Atelier als auch bei der Ausmalung der Kirche von Corsier (Genf).
In den 1930er Jahren arbeitete Chambon im Umfeld der Zeitschrift Présence mit und gehörte der Sektion Bildende Kunst der Union Nationale an; über die Zeitschrift näherte er sich dem Dichter Henri Ferrare an, der ihn mit Max Jacob bekannt machte und zu seinen frühen Bewunderern zählte.
Gegen Ende der 1930er Jahre nahm seine malerische Produktion deutlich zu; laut Quelle verdoppelte sie sich gegenüber dem Beginn des Jahrzehnts nahezu, und dieses Tempo hielt bis zum Ende der 1960er Jahre an. Ab den 1950er Jahren gewann sein Werk an Sichtbarkeit: Er war in zahlreichen Gruppenausstellungen vertreten, besonders in der Deutschschweiz, und nahm dreimal am Salon de l’art libre in Paris teil; im Dezember 1957 erschien zugleich eine erste Monografie von Édouard Muller-Moor. 1961 lernte er in Genf die Schriftstellerin Louise de Vilmorin kennen; auf ihre Anregung hin fand am 10.
Mai 1962 in der Galerie Motte in Paris eine große Ausstellung statt, deren Katalog ein Vorwort von Vilmorin enthielt. Die Jahre 1965–1966 bestätigten diese Anerkennung: Teilnahme an „Künstler, Sammler“ im Aargauer Kunsthaus und an „Pittura contemporanea svizzera“ in der Villa Olmo, gefolgt von einer großen Retrospektive im Musée Rath 1966, die der Quelle zufolge von der Kritik günstig aufgenommen wurde und die Kontinuität seines Stils sowie die Feinheit seiner Palette hervorhob.
Ab 1977 ging seine malerische Produktion zurück, und aus gesundheitlichen Gründen widmete er sich vor allem der Zeichnung; später folgten 1984 eine Publikation bei Skira und im Mai 1985 eine vom Galeristen Alain Blondel organisierte Ausstellung. Ein dokumentarisch überlieferter Vorfall um 1987 erwähnt die Gefahr einer Rücknahme einer Schenkung angesichts einer näher rückenden erbrechtlichen Frist; Jean-Paul Santoni und Jean-Marie Marquis intervenierten vor Ort mit dem Ziel, zumindest die ausgestellten Werke zu sichern. September 1995 offiziell gegründet.
Zu den in Institutionen bewahrten Werken gehören La Blouse blanche (1926, Musée d’art et d’histoire de Fribourg), Le Peintre et son modèle (1934, Musée d’art et d’histoire de Fribourg), Prise du drapeau du «Front national» (1935, Musée d’art et d’histoire de Genève), L’Enterrement de première classe (1938, Kunsthaus Zürich) und Femme à la toilette (Orientale) (1941, Musée d’art et d’histoire de Neuchâtel). Weitere dokumentierte Arbeiten sind La Cheminée (1948–1964, Musée cantonal des beaux-arts de Lausanne), Conversation (le couple) (1950, Primavera Gallery, New York), Hommage à Courbet (1952, Aargauer Kunsthaus, Aarau), der Wandteppich La Justice (1957, nach einem Karton von Émile Chambon, Fonds cantonal d’art contemporain Genève), Jeune fille aux mouettes (Marina Doria) (1957–1961, Musée de Carouge) und Pygmalion (1961, Musée d’art et d’histoire de Genève).
Die von Swiss Art Gallery präsentierten Werke von Émile François Chambon führen diesen künstlerischen Weg fort und fügen sich schlüssig in diesen Werkkorpus ein.





