David Bowes
Geboren 1957 in Boston, Massachusetts, États-Unis.
US-amerikanisch · Zeitgenössische Figuration · Neoromantik · Surrealismus · East-Village-Szene
Der US-amerikanische Maler David Bowes gehört zum künstlerischen Umfeld der aufkommenden East-Village-Szene. Seit Mitte der 1970er-Jahre studierte er an der Rhode Island School of Design. Zu Beginn des folgenden Jahrzehnts fand sein Werk in der New Yorker Kunstwelt Anerkennung, unter anderem durch Ausstellungen bei Annina Nosei und Tony Shafrazi.
Seine Malerei entfaltet eine visionäre Figuration aus intensiven Farben und einem freien, sensiblen Pinselduktus. Allegorie, Mythologie und Kunstgeschichte überlagern sich in Bildern voller Figuren, Tiere, Blumen und Arabesken. Tiepolo, die barocke Malerei, die Neoromantik und der Surrealismus bilden wiederkehrende Bezugspunkte, die Bowes mit der Unmittelbarkeit zeitgenössischer visueller Kultur verbindet.
Der Austausch mit der Künstlergemeinschaft des East Village und insbesondere seine Freundschaft mit Keith Haring begleiteten die frühe Phase seiner Laufbahn. Spätere Aufenthalte in Rom, Neapel, Florenz und Palermo vertieften seine Beziehung zur italienischen Bildtradition. In Neapel kam er in das Umfeld von Lucio Amelio und beteiligte sich an Terrae Motus, einem heute in der Reggia di Caserta bewahrten Projekt.
Zu seinen dokumentierten Ausstellungsstationen zählen das Projekt Sanoja auf der 48. Biennale von Venedig, Painting as a Radical Form in der Collezione Maramotti und der Premio Lissone 20/21. Bei letzterem wurde das ausgestellte Werk durch einen Ankaufspreis in die ständige Sammlung des MAC – Museo d’Arte Contemporanea in Lissone aufgenommen.
Bowes verbindet erzählerische Elemente, kulturelles Gedächtnis und gestische Freiheit und verwandelt alte Archetypen in ironische, poetische Erscheinungen. Die eigenhändige Lithografie Prométhée und die ebenfalls eigenhändige Gouache Adam & Ève, beide von 1985, gehören selbstverständlich zu dieser mythologischen Werkgruppe in diesem Korpus.
Die von Swiss Art Gallery präsentierten Werke von David Bowes führen diesen künstlerischen Weg fort und fügen sich schlüssig in diesen Werkkorpus ein.

