Claude Sandoz
Geboren 1946.
Claude Sandoz ist Maler und Grafiker, dessen Werk häufig als unklassifizierbar bezeichnet wird. Er entwickelt ein Repertoire, in dem das Figurative und das Ornamentale mit visionären Erscheinungen in Dialog treten. Geboren am 14.
März 1946 in Zürich, wird er in den Quellen als Schweizer Maler/Grafiker geführt.
Zwischen 1964 und 1966 studiert er an den Kunstschulen in Bern und Biel. Seine ersten Berufsjahre verbringt er in Bern (1963–1976); sie werden durch einen Aufenthalt am Schweizer Institut in Rom 1969–1970 sowie ein Stipendium für Amsterdam in den Niederlanden im Jahr 1972 unterbrochen.
Danach lässt er sich im Kanton Luzern nieder (zunächst in Kriens, dann 1984 in Luzern) und teilt ab 1997 seinen Wohnsitz mit einem halbjährlichen Aufenthalt in Soufrière auf der Insel Saint Lucia.
Seit 1967 ist er mit Madeline Winkler verheiratet; das Paar hat zwei Kinder. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit unterrichtet er während längerer Zeit, von 1983 bis 2005, an der École supérieure des beaux-arts de Genève.
Laut der biografischen Notiz dienen lange Reisen nach Asien und in den Orient als Inspirationsquellen; in seinen Werken stehen das Alltägliche, das Exotische und das Kosmische nebeneinander. Die Kritik hebt die Durchlässigkeit der Register hervor — real und visionär, figurativ und dekorativ —, die mitunter dazu geführt hat, sein Werk dem Neoexpressionismus zuzuordnen, ohne damit seine bildnerische Sprache festzulegen.
Sandoz arbeitet in Malerei und Druckgrafik; eine Ausstellung zu Linolschnitten, 'Illusions morcelées', ist 1986 am Centre genevois de gravure contemporaine dokumentiert.