Jacob Mishori
Geboren 1952 in Israël.
Israelisch · Zeitgenössische israelische Kunst · figurative und expressive Malerei mit postminimalistischer Reflexion über das Medium.
Jacob Mishori nimmt seit den 1970er Jahren eine eigenständige Position in der israelischen Kunst ein, abseits der damals vorherrschenden minimalistischen Orthodoxien. Als autodidaktischer Künstler und Kunstdozent arbeitet er mit Malerei, Zeichnung, Fotografie, Mischtechnik und Installation; dabei verbindet er das Bild stets mit einer kritischen Reflexion über dessen eigene Mittel.
Sein frühes Werk kreist häufig um Selbstporträt und sexuelle Identitäten. Geschminkte Figuren, inszenierte Körper sowie Bezüge zur Popkultur, zum Rock und zur Hochglanzästhetik von Zeitschriften bilden eine unmittelbar wirkende, farbintensive Figuration, in der sich Intimität und Künstlichkeit begegnen.
Seit den 1990er Jahren richtet Mishori diese Untersuchung zunehmend auf die Malerei selbst. Sensible, persönliche Kompositionen stehen neben stärker geometrischen und distanzierten Konstruktionen; Geste und Kontrolle, Expressivität und Bildoberfläche werden miteinander in Spannung gesetzt. Seine Aquarelle nehmen dabei eine besondere Stellung ein: Sie sind nicht als bloße transparente Farbgebung gedacht, sondern mit Konzentration und Dichte ausgeführt.
Einzelausstellungen im Herzliya Museum of Contemporary Art und in der Braverman Gallery in Tel Aviv sowie Beteiligungen am Tel Aviv Museum of Art und an der Berlin Biennale bezeugen die Kontinuität seines Schaffens. Das bei Swiss Art Gallery gezeigte Aquarell Homme maquillé (1983) gehört voll und ganz zu dieser figurativen und farbintensiven Werkphase in diesem Korpus.
Die von Swiss Art Gallery präsentierten Werke von Jacob Mishori führen diesen künstlerischen Weg fort und fügen sich schlüssig in diesen Werkkorpus ein.
